AllEinKlang SEIN - der Mensch - ein kosmisches SchöpferWesenDieser Artikel beschreibt die vielen Krisen-Themen in der Schwangerschaft, mit denen die werdende Mutter, der Vater und das Umfeld der Schwangeren konfrontiert sein können.

Die Schwangerschaft führt zu tiefgreifenden körperlichen und seelischen Umstellungen im weiblichen Organismus, die jede Zelle betreffen. Körper und Psyche müssen sich an die Erfordernisse und Aufgaben der Schwangerschaft anpassen und auf die Geburt vorbereiten. Diese Vorgänge sind notwendig und nützlich, damit die  Frau die Belastungen der Schwangerschaft gut durchsteht. Nach der anfänglichen Umstellung tritt das Stadium der Anpassung an die Schwangerschaft ein. Die werdende Mutter fühlt sich wohler, ist wieder leistungsfähiger und gut gestimmt – meist steht die Freude auf das Kind im Vordergrund.

Zum Ende der Schwangerschaft wird bei einigen Frauen diese Zeit von Ängsten, Sorgen und Fragen überschattet. Die unbekannte Situation der Geburt, das kommende Ereignis, dem die Schwangere sich hilflos ausgeliefert glaubt. Es können Gedanken kommen wie: „Schaffe ich das, nimmt alles ein gutes Ende, hoffentlich ist mein Baby gesund, usw. ..“

Die Begleitung vor der Geburt ist ebenso wichtig wie während der Geburt, der Wochenbett-Phase und eventuell darüber hinaus. Verständnis, Vertrauen, Mitgefühl und ‚innerern Halt geben‘ sind in dieser Zeit für die werdende Mutter essentiell.

 

Seelische Entwicklung in der Schwangerschaft

Diese außergewöhnliche Phase im Leben einer Frau ist geprägt von verschiedenen Gefühls- und Erlebniswerten. Das Annehmen der weiblichen Rolle, die Entwicklung zur Mütterlichkeit, das Selbstwertgefühl, die eigene Position in der Familie, das Verhältnis zur eigenen Mutter, usw. … Es findet eine innere Auseinandersetzung mit der neuen Situation statt, die zu Beglückung, Unentschiedenheit aber auch zu Angst oder Ablehnung führen kann.

Diese besondere Zeit kann als das über das eigene ICH Hinausgehende, ja als ein großes Wunder empfunden werden. Aber auch als Einengung des eigenen ICH´s erlebt werden, indem man sich den Vorgängen ausgeliefert fühlt. Das Annehmen und langsame Begreifen des sich verändernden Lebensabschnitts ist in einer intakten Partnerschaft ein meist entlastenderer Prozess.

Schwangere sind stark ihren Launen unterworfen, die oft zu Spannungen in der Partnerschaft führen können. Länger andauernde Stimmungsschwankungen beeinflussen häufig zusätzlich die Beziehung zwischen den Paaren. Meist ist der Frau die Ablehnung gegenüber ihrem Partner nicht bewusst. Sie macht den Partner für ihre veränderte, eingeschränkte Situation verantwortlich. Unausgesprochene Erwartungen, das Gefühl nicht mit eingebunden zu sein, ausgeschlossen, sich teilweise hilflos fühlend, belasten und erschweren dem werdenden Vater ebenfalls in diese neue Rolle hineinzuwachsen und sich den Pflichten der Vaterschaft zu stellen. Wichtig ist durch einfühlsame und hilfsbereite Begleitung dem Paar ein Gefühl von Zusammengehörigkeit und die Vorfreude auf ein außergewöhnliches, besonderes Ereignis im Leben eines Menschen zu schaffen.

Eine liebevolle, aktive geistige und seelische Vater-Mutter-Kind-Bindung ist für ein harmonisches Miteinander prägend und schon vor der eigentlichen Geburt möglich.